Texte

Ein eigener Blickwinkel - Das Wagnis des Lebens ins Ungewisse

Es ist schon so

Die Tage gehen dahin,
Und wir wollen blühen.
Doch wer gestattet uns das.

Das Sehnen ist da,
Auch der Ort und die Zeit.
Doch wer gibt uns,
So zu leben.

Wir halten uns bereit,
Die Türe ist offen,
Doch keiner tritt ein,
Uns zu erfreuen.

Du Liebste bist da
In wunderbarer Weise.
Nur die Quelle schweigt,
Uns dieses zu gestatten.

Oder ist alles da,
Nur wir nicht bereit,
Es zu erfassen und zu sehen,
Wie es sich uns zeigt.

Still beginnt etwas zu wirken,
Wie ein Ahnen es sich zeigt.
Ich beginne zu lieben,
Den Menschen, den Raum und die Zeit.

Es hob sich ein Schleier.
Vom Licht der Liebe vertrieben.

Klaus Wansleben, 2016