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Ein eigener Blickwinkel - Das Wagnis des Lebens ins Ungewisse

Menschsein

Am Ende des Lebens,
soweit es das gibt,
stehen wir da
mit leeren Händen.

Keine Scheune, die sich füllt.
Kein Gewinn, der sich ergibt.
Es ergibt sich nur eines,
Lebendigkeit, welch ein Wunder.

Wir haben auch
keinen Namen errungen,
der weiterträgt. Was bleibt,
sich dem Leben anzuvertrauen.

Wir empfinden uns,
vom Lebendigen getragen,
weit und ohne Zeit
in Gottes Hand geborgen.

Klaus Wansleben, 2016