Wir über uns - Meditation im Gefängnis

Seit Frühjahr 2010 gibt es eine Verbindung der Bonner Gruppe zur Justizvollzugsanstalt in Sieg­burg. Dort existieren zwei Meditationsgruppen, eine für Inhaftierte und eine für Bedienstete, die sich jeweils einmal wöchentlich treffen, um Zazen zu üben. Mehrmals im Jahr findet dort im Ge­fäng­nis ein Meditationstag statt, zu dem auch Teilnehmer der Bonner Gruppe eingeladen werden, um mit den Inhaftierten und Bediensteten gemeinsam in der Stille zu sitzen.

Meditationshalle

Der Tag dient der Begegnung von Menschen, die in zwei scheinbar unterschiedlichen Welten leben: die von draußen in Freiheit - die von drinnen in Haft. Das Verbindende ist das einfache, ungeteilte Menschsein, der Respekt voreinander, die Bereitschaft zum gemeinsamen Üben der Meditation.

Die Tage gestalten sich so:

10.00 Uhr  Begrüßung und kurze Einführung
10.15 - 11.30 Uhr  Meditation
11.30 - 12.30 Uhr  Pause mit gemeinsamem Essen
12.30 - 13.45 Uhr  Meditation
13.45 - 14:00 Uhr  Abschlussrunde
14:00 - 15:00 Uhr  Ausklang mit Tee und Kaffee, Gespräch und Austausch

Die Erfahrung dieser Tage zeigt, dass die Teilnehmer aus allen drei Personengruppen auf glei­cher Augenhöhe miteinander meditieren und daraus Kraft für ihren so unterschiedlichen Alltag schöp­fen.

Erfahrungsberichte zur Meditation in der JVA Siegburg

Meditation in der JVA Siegburg, ein Erfahrungsbericht zum Meditationstag am 15.6.13»

Blog 18.06.2013, ein Erfahrungsbericht zum Meditationstag am 15.6.13»

Radiobeitrag der Deutschen Welle über Me­di­ta­tion in der JVA Sieg­burg vom 30.4.2013»

Ein Erfahrungsbericht vom 4. Meditationstag in der JVA Siegburg am 15.9.2012»

Bruno Liesenfeld