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Sehnsucht -                                 23.Dezember 2014

wonach - ganz einfach zu sein.
Alles fällt ab -- Der Raum, wo ich sitze, nur der ist da.
Ich spüre mich ruhend sitzend vom Boden getragen.
Die Augen schauen und nehmen wahr - den Raum,
in dem ich sitze und es ist warm.
Der Augenblick - ganzes Leben - nichts Weiteres da.

Was war denn gewesen - wo ich abwesend war.
Voller Bedenken war ich über das Leben -- ängstlich.
Plötzlich ließ alles los und ich saß nur noch da.
So ist auch die Angst gegangen, im Leeren zu sein.
Im Leeren bin ich - indem ich sehe und fühle.
Räumlich bin ich da und lebe - das Leben nimmt mich.

Betend empfinde ich, gib doch mein Leben,
allen denen, die mit mir sind, Ruhe und Frieden.
Nehme ihnen die Qual der Sorgen und der Angst
um das Leben, was nicht in ihren Händen.
Das Leben lebt mit ihnen, Angst und Sorge sollen gehen.
Die Liebe zum Gegebenen ist tragend da.

Sei du, so sagt mir das Leben, derjenige der so ist.
Das genügt für die Anderen mit. Du kannst nicht
erzwingen deren Glück. Zeigen kannst du ihnen,
wie du hergebend findest dein Leben und sterbend
auferstehst an einem Tag.
Das ist unser Wunsch für das Neue Jahr.

(Gebet alter Eltern am Tag vor Weihnachten)