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Bonn, den 2.Nov. 2013

Das Zusammensein

Das Zusammensein ist so bedeutsam, wie das Leben selbst. Ohne dieses kein Leben : Liebespaar, Familie, Verwandtschaft, Freunde, Wohngemeinschaften, Orte, Städte, Landschaften, usw. Es gilt sich darüber hinaus der Natur zu öffnen, deren Bestandteil wir selbst sind. Hier eine Möglichkeit zu finden, die zugleich dem Ganzen dient und dem einzelnen gut tut, wäre der Schlüssel für ein gelungenes Leben.
Wer sich in sich zu verschließen sucht und darin sein Lebensziel sieht, vermindert das Leben. Er ist gefährdet, daran krank zu werden.

Der Schlüssel liegt darin, dem, was das Leben ausmacht, Wert zu geben, es zu achten oder gar zu lieben.

Wo finde ich diesen Schlüssel und was ist zu tun ?
Sich vom Leben abzumelden, in einer künstlichen Welt leben zu wollen, ist Verrat an dem, was wir selbst sind. Es wird sich rächen. Es lässt sich nicht täuschen. Eine Welt genau nach Regeln des Verstandes aufzubauen, um ein Risiko zu vermeiden, ist lebensfremd. Und genau das ist heute üblich. Das Leben als Schauspiel !

Worin könnte eine Lösung liegen !
Im ganzen Geschehen, so empfinden wir, ist Leid zuhause. Was dem einen gut tut, ist für den anderen voller Schmerzen.
Aber, was heißt hier "gut tut" ?
Es müsste eine Lösung geben, die über dem Geschehen des Zusammenlebens von Menschen liegt, über und frei von falsch und richtig, gut und schlecht.

Wie sieht diese Lösung aus ?
Sie ist im wahren Sinne eine (Los)Lösung !
Das Leben mit allen guten und schmerzhaften Erscheinungen ist zur gleichen Zeit etwas, was nicht in Erscheinung tritt. Es ist der geistige Hintergrund allen Geschehens, das Unsichtbare im Sichtbaren. Es ist frei von Befindlichkeiten. Wir sind mit unserem Körper der eine Körper, der schon immer lebt.

Lösen wir uns von unserer Bestrebung, die in uns unbewusst tätig ist, von der Bestrebung dem Tod aus dem Weg zu gehen, so erfahren wir, was wir wirklich sind, Kinder des zeitlosen (ewigen?) Lebens.

Damit ist die Mutter aller Ängste ins Nichts verschwunden und du hast einen neuen Standort. Er ist frei von Not und Ängsten. Du bist in der Welt und zur gleichen Zeit frei von der Welt. Du bist erstaunt darüber, dass sie überhaupt existiert Du bist frei davon, etwas besitzen zu wollen. Das Leben kann keiner besitzen.

Du bist von dir selbst frei. Das Leben liebt durch dich das Leben. Zu lieben wird normaler Lebensausdruck. Du achtest alles, was lebt. Du empfindest, von keinem getrennt zu sein.
Du erkennst Zusammenhänge, die zu einer Lösung führen. Nur, du kannst keinen auch nur durch den kleinsten Druck dahin bewegen. Selbst das Sprechen muss frei sein von einer Betonung. Du kannst es sein, ohne seine Erscheinung herausstellen zu können. Die Erleuchtung ist erst der Anfang dieser Entwicklung.

Klaus